Kreatives Schreiben - eine Wochenendwerkstatt

mit dem Schriftsteller und Kabarettisten Willi F. Gerbode

Die Sprache ist das Kleid unserer Gedanken. Schreibend ordnen wir es und schaffen eine neue Wirklichkeit.

Schreiben ist Spiel. Es kann unsere Phantasie und Erfindungsgabe beflügeln. Es erlaubt uns, das Wirkliche wie das Mögliche aufzugreifen und zugleich Distanz zu ihm zu gewinnen.

Schreiben ist aber auch Arbeit. Wer schreiben will, stellt schnell fest, dass er dazu Werkzeuge braucht wie ein Handwerker. Wer ohne Kamera, Pinsel und Noten etwas sichtbar machen will, braucht im Umgang mit dem Wort Genauigkeit des Objektivs, die Treffsicherheit des alles erklärendernStrichs und das Gefühl für Klang.

Schreiben ist Kommunikation. Vielleicht zuerst einmal mit sich selbst. Vielleicht auch mit Gleichgesinnten.

Schreiben kann man lernen. Nur wenige von uns sind Genies, die von Natur aus so schreiben, dass andere es auch gern lesen wollen.

Der Schriftsteller Willi F. Gerbode, geb. 1955, hat viel Erfahrung im Schreiben, aber auch in der Vermittlung desselben:

In den letzten Jahren hat er eine Reihe von Büchern und CDs mit unterschiedlichen Textsorten veröffentlicht: Lyrik, Kurzgeschichten, Roman und zuletzt Satiren um den Arzt Dr. Schulze-Lotterbett, die im Sommer 2002 erschienen sind (Immer wenn Lotterbett erzählt. Satiren aus dem Hinterland, Verlag Schnell, ISBN 3-87716-777-2).

Er hat für seine Arbeiten eine Reihe von Literaturpreisen erhalten. Seine Texte verwendet er auch im literarischen politisch -satirischem Kabarettprogramm “Dr. Schulze-Lotterbetts Einführung in die Geheimnisse der Lokalpolitik“, übrigens seinem dritten.

Gerbode hat zahlreiche Schreibwerkstätten und Literaturkurse geleitet. Bevor er sich beruflich allein dem Schreiben und dem Kabarett widmete, unterrichtete er lange Zeit Literatur am Gymnasium.

Von seiner Schreibwerkstatt soll jeder profitieren, der gern schreibt: der Anfänger wie der schon Erfahrene. Das bewusste Spiel mit der Sprache, die Arbeit mit und an der eigenen Texten, die Berücksichtigung des Lesers beim Schreiben können den Teilnehmern vielleicht sogar eine Perspektive über das “private“ hinaus zum “öffentlichen“ Schreiben (und vielleicht sogar: Vor-lesen) geben.

 

> Esther Strauss schrieb in der RUNDSCHAU ĂĽber einer Schreibwerkstatt Gerbodes in Ă–sterreich:

    Wort-Spiel: Oberländer Literatur aus der Schreibwerkstatt
    Literatur-Work-Shop mit Willi F. Gerbode


    Zwei Tage Literatur: Acht Oberländer Autorinnen schrieben im Rahmen einer Schreibwerkstätte spannende Erzählungen und Gedichte. Präsentiert wurden die Texte im Gasthof Hirschen
    Literatur, die bewegt — vielfältig und experimentierfreudig in Prosa und Lyrik zeigten sich sechs heimische Autorinnen bei einer Lesung im Gasthof Hirschen. Bewegt wurde der Zuhörer nicht nur durch den mehrfachen Wechsel des Lesungsraumes: Eindrücklich in Wort und Vortrag präsentierte die Seminargruppe eine bunte Sammlung an Erzählungen in Dialekt und Schriftsprache. Moderiert wurde der Literaturabend vom Workshopleiter Willi F. Gerbode. Der Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher aus dem Westmünsterland arbeitete zwei Tage lang mit „seinen Wortartistinnen“ im Gasthof Hirschen.

    CAFE-HAUS-BEOBACHTUNG ALS SCHREIBIMPULSE
    Im Vordergrund der Schreibwerkstätte stand die bewusste Arbeit am eigenen Schreibstil. Neue Impulse sorgten so für literarische Konfrontationen: „Bei uns ist es wirklich heiß hergegangen“, erklärte die Autorin Annemarie Regensburger. Methodisches Schreiben, das Skizzieren eines literarischen Charakters, Exkurse in die Literaturgeschichte und die Germanistik - Theorie und Praxis wurden gleichermaßen vertieft.
    Anstoß zur Entwicklung neuer Texte gaben Schlagsätze, Ideensterne und nicht zuletzt der Mensch: tief gezeichnete Figuren entstanden so auch als Ergebnis aufmerksamen Beobachtens im Caféhaus. Seminarleiter Gerbode zieht ein positives Resümee zum Abschluss der Schreibwerkstätte:
    „Ich bin wirklich stolz, einen kleine Teil zum Entstehen dieser Erzählungen und Gedichte beigetragen zu haben“, betonte der Münsterländer. "Und ich denke, dass ich nach diesem LiteraturWochenende nicht nur Lehrer; sondern auch Freund dieser acht Tiroler Autorinnen geworden bin.“

     

> Was Teilnehmer zu einer Schreibwerkstatt mit Gerbode sagen